AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

> KOMMENDE AUSSTELLUNG

Strich um Strich. Zeichnen 2
09.10. 2022 – 15.01. 2023

Eröffnung: Fr, 7. Oktober 2022, 18.30 Uhr
Uwe Brockhausen Bezirksbürgermeister
Dr. Sabine Ziegenrücker, Leiterin Kommunale Galerien Reinickendorf

GalerieETAGE I Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin

Punktiert, schraffiert, linear, geschwungen, mit Farbe oder ohne – Zeichnen ist Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Die radikale Reduktion der Mittel, die in der Linie zugleich Prozesse ausbildet, Bewegung entfaltet, Überlagerungen entstehen lässt und Dreidimensionalität auf der Fläche entwickelt, begeistert in ihrer Vielschichtigkeit.

„Strich um Strich“ lautet die zweite Schau der Ausstellungsreihe „Zeichnen“. Aus neun unterschiedlichen künstlerischen Positionen, in deren Werk die Zeichnung einen bestimmenden Stellenwert besitzt, werden exemplarische Arbeiten gezeigt, um der Faszination fürs Zeichnen, die gerade auch aus dieser Direktheit resultiert, in ihrer Ausdrucksvielfalt nachspüren.

Großflächige Wandinstallationen, die sich über die GalerieETAGE ausbreiten, wechseln mit filigranen, sensiblen Zeichengebilden und Arbeiten, die den Weg in den Raum wagen. Teilweise entstehen sie extra für die Ausstellung, auch in Reaktion auf die Räume.

Es sind aktuelle Arbeiten zu sehen von Paula Doepfner, Jens Hanke, Peter Hock, Anne Lohrmann, Petra Lottje, Ev Pommer, Karen Scheper, Beate Spitzmüller und Tina Tahir.

GalerieETAGE I Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin I Mo-Fr, So: 9-17 Uhr
Laufzeit: 09.10.2022 bis 15.01.2023
Öffnungszeiten: Mo – Fr und So 9 – 17 Uhr

> LAUFENDE AUSSTELLUNG

Karen Scheper
PICKNICK AM WEGESRAND
19.8. – 31.10. 2022

Eröffnung: 18.8., 19 Uhr
Begrüßung: Frank Bewig, Bezirksstadtrat
Einführung: Dr. Jens-Ole Rey, Leiter der Galerie Gotisches Haus

Karen Scheper (* 1963 in Bremen) nutzt die konzeptuelle Zeichnung als direktes Medium, unmittelbar Ges(ch)ehenes oder Gelesenes
zu analysieren, sowie als Reflexion auf gesellschaftliche, politische Konzepte und Realitäten. Die Motive für ihre Arbeiten
entstammen der Tagespresse und dem eigenen Fotoarchiv, dem Horror􀏐ilm und der Science-Fiction-Literatur. Einander überlagernde und querende Strichlagen verdichten sich in vielen ihrer Arbeiten zu abstrakten Zeichensystemen aus Text und Farbe,
in anderen konfrontiert sie menschliche Figuren mit unberechenbaren, womöglich zerstörerischen Environments. Striche, Wortfetzen und Gestalten befinden sich in steter Interferenz mit den Verwerfungen ihres Umraums. Daraus entstehen eindrückliche
Arbeiten voller dunkler Romantik, die unsere Wahrnehmung von gegenwärtigen Realitäten und Zukünften hinterfragen und zugleich
Alternativen im Umgang damit offerieren. Bildmetaphern für das, was wir nicht wissen, aber vielleicht zu ahnen scheinen.
In der Ausstellung „Picknick am Wegesrand“ zeigt Karen Scheper begehbare, aus unterschiedlichen Blattformaten zusammengesetzte Installationen und eine Reihe neuer Zeichnungen, die das Farb- und Strichspektrum unterschiedlichster Zeichenmittel ausloten. Bunt- und Tuschestifte, Filzmarker und Ölpastell gehen dabei durchaus konfrontative Allianzen ein. Gestatten einige Zeichnungen dem Auge das Schweifen im reinen Blattweiß und den ruhigen Blick auf eindeutig menschliche Figuren, toben in den großformatigen „Crowds“, zeichnerisch verdichtet, Gruppen fremdartiger Gestalten, die ebenso wenig von dieser Welt zu stammen scheinen wie die Szenerien, in denen sie erscheinen.

GOTISCHES HAUS
Breite Straße 32, 13597 Berlin, www.gotischeshaus.de, Mo – Sa 10 – 18 Uhr, So 12 – 18 Uhr, Follow us on:
Abb.: [FE_01-DK], 2021, Mischtechnik auf Büttenpapier, 78,5 x 108 cm, Detail; Foto: Karen Scheper / VG Bild-Kunst